Ehemaliger Stadtrat und 1. Vorsitzender TSV Wörth an der Donau Dieter Delp

07.05.2016
ÜWG: Ehemaliger Stadtrat und 1. Vorsitzender TSV Wörth an der Donau Dieter Delp: Verdienstmedaille für ein Urgestein

Landrätin Tanja Schweiger überreichte Dieter Delp die hohe Auszeichnung.

„Demokratie verträgt kein ohne mich. Sie lebt von dem mit mir“, zitierte Landrätin Tanja Schweiger den ehemaligen Bundespräsidenten Theodor Heuss. Für sein langjähriges und ausdauerndes Engagement zum Wohle der Gemeinschaft wurde Dieter Delp mit der Bundesverdienstmedaille ausgezeichnet.

Seit 1982 leitet Dieter Delp die Geschicke des TSV Wörth. Wie kein zweiter hat er den Verein geprägt und fit für die Zukunft gemacht. Sein größtes Projekt war sicherlich die Errichtung des Sportheims im Gschwelltal, wobei Delp als Organisator und Bauherr fungierte. Weil die Zahl der Vereinsmitglieder um rund ein Drittel gestiegen war, trieb Dieter Delp den Bau akribisch voran. 2004 konnte Vollzug gemeldet werden und der Sportverein hatte eine neue Heimat. Aufgrund der soliden Planungen war das Vereinsheim schon nach zehn Jahren abbezahlt und der TSV schuldenfrei. „Darum haben uns viele andere Sportvereine beneidet“, berichtete Dieter Delp.

2013 machte sich Delp dafür stark, die Asylbewerber, die in Wörth untergebracht sind, in das Sportprogramm des TSV zu integrieren. Er kam mit der Vorstandschaft überein, dass die Asylbewerber am Judo, Frauenturnen, Fußball und Tischtennis teilnehmen können. Auch die Gründung einer Behindertensportabteilung hat Dieter Delp vorangetrieben und selbst die Prüfung als Übungsleiter abgelegt. Insgesamt wurden während seiner 40-jährigen Amtszeit 14 Abteilungen gegründet und reaktiviert. Dieses reiche Angebot an sportlicher Betätigung ist einer der Gründe, aus denen der TSV Wörth auf so soliden Beinen steht. Derzeit hat der Verein 1175 Mitglieder.

Sportlich lässt es der 72-Jährige heute eher ruhig angehen, doch zu seiner aktiven Zeit als Sportler schreckte er vor keiner Herausforderung zurück. „Damals habe ich die 100 Meter in 11,7 Sekunden geschafft“, erinnert er sich. „Wir sind immer barfuß gerannt, auf dem Gras. Eine vernünftige Laufbahn hatten wir nicht.“ Seit seinem Eintritt in den Wörther Sportverein, im Jahr 1952, war er Übungsleiter in den Abteilungen Turnen, Ski, Tennis und Tischtennis. Als Fußballer kann er auf eine großartige Laufbahn beim TSV zurückblicken.